Local Market, Siem Reap

Februar 03, 2017


Das Verhältnis zwischen den Posts auf diesem Blog und den Bildern auf meinem Laptop ist in einem ziemlichen Ungleichgewicht. Aber weil ich am Dienstag wieder in Deutschland gelandet bin, wird das jetzt geändert. Spoiler: Ich werde euch mit Bildern und hoffentlich auch Worten bombardieren.
Los geht's.

Für meine letzte Reisewoche habe ich mich entschieden nach Kambodscha zu fliegen, um mir die Tempelanlagen von Angkor Wat und die Stadt Siem Reap anzuschauen. Weil Angkor Wat schon etwas länger auf meiner To-Do Liste stand und die Entfernung nach Kambodscha von Thailand ja Gott sei Dank nicht so weit ist, habe ich mein letztes Geld zusammengekratzt und mich in einen Nachtzug und anschließend einen Flieger nach Siem Reap gesetzt. Nach fast zwei Monaten in Thailand war ich sehr gespannt. ob Kambodscha sich stark von Thailand unterscheidet und auch ob ich gut damit klar komme alleine zu reisen, weil zu zweit alles irgendwie einfacher ist. Denn zwei Gehirne denken oft besser als eins und man kann sein eigenes bei Gelegenheit auch einfach ausschalten, ohne Gefahr zu laufen in den falschen Bus zu steigen.


Das mit dem alleine Reisen hat sich schnell als relativ einfach erwiesen, weil ich direkt nette Leute in meinem Hostel kennengelernt habe und meine Ausflüge zu den Tempeln mit einer sehr coolen Gruppe verbracht habe. Auch die Unterschiede zu Thailand wurden mir direkt nach der Ankunft deutlich, vor allem dass Kambodscha im 19. Jahrhundert von Frankreich besetzt wurde, zeigt sich an der Bauweise der Gebäude und an den guten Backwaren, die in Restaurants serviert werden. Über das gute Baguette habe ich mich tatsächlich sehr gefreut, denn in Thailand lassen die Brote echt zu wünschen übrig. Dafür glänzt Thailand natürlich mit seiner eigenen Küche. (Nicht dass die kambodschanische Küche nicht gut wäre.)

Fürs Kochen braucht man natürlich auch Zutaten und die findet man in Südostasien selten im Edeka, aber dafür auf dem Markt. Die Märkte, die wir in Thailand besucht haben, waren im Vergleich viel aufgeräumter und auch etwas moderner, was die Kühlung von Fleisch, Fischen und geschnittenen Früchten angeht. Sehr interessant waren die ganzen Einblicke in Schlachtung, Verarbeitung und Zubereitung von Fleisch. Natürlich nichts für schwache Nerven und Nasen, ich habe dann irgendwann angefangen durch den Mund zu atmen, weil der Geruch von Fischen, Blut und unbekannten Dingen nicht mehr zu ertragen war.
Die Kambodschaner sind untereinander, im Gegensatz zu den Thais, nicht so ausgelassen und auch weniger offen was Touristen angeht, aber es verirren sich eher selten welche auf diesen Markt, weil man da leider keine T-Shirts mit Elefantendruck oder lustigen Sprüchen drauf kaufen kann. Deswegen waren die teilweise verwunderten Blicke der Einheimischen, als sie drei Blondschöpfe mit offenen Mündern auf ihrem Markt rumschlendern gesehen haben, schon verständlich. Trotzdem ist der Local Market in Siem Reap nur zu empfehlen!

Genau so empfehlenswert ist die Pub Street, die glücklicherweise nur 10 Minuten zu Fuß von meinem Hostel entfernt lag und mit Bier für 50ct und Cocktails für 1-2€ ein Paradies für den kleinen Backpackergeldbeutel darstellt. Ziemlich cool sind auch die Cocktailbars, die wie Marktstände direkt an der Straße stehen und sich mit Lichtern und lauter Musik gegenseitig die Kunden streitig machen wollen. Die Musik bestimmt nicht irgendein schlechter DJ oder eine Playlist, sondern der beste DJ den es gibt, nämlich man selbst. Alle Cocktailbars sind mit einem Laptop, einer Maus und einer Tastatur ausgestattet und erlauben den Kunden auf Youtube ihre Lieblingslieder anzumachen und zur eigenen Musik zu tanzen. Zusätzlich haben die Massagestudios bis um 3 Uhr Nachts geöffnet und laden dazu ein, sich schön betrunken nochmal durchkneten zu lassen. Bei mir resultierte das, zum Spaß der Masseure, in lautem Gelächter an Stellen, an denen ich kitzlig bin und ich wurde immer wieder gefragt "You chickly?" Was so viel heißt wie "Bist du kitzlig?". Man kann auf der Pub Street definitiv coole Nächte verbringen, wenn man sich von den Tuk Tuk Fahrern keine Drogen andrehen lässt und darüber hinwegsehen kann, dass man alle 10 Minuten von Kindern angebettelt wird, was mich anfangs etwas betrübt hat. 

Mehr zu Angkor Wat und all den anderen alten Steinen, die sich so im Umkreis befinden, gibt es in den nächsten Posts. Ich muss vorher nur überlegen, wie ich das ganze angehen soll, weil es einfach so viele Bilder und Geschichten zu teilen gibt, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.


Kleine Info am Rande, für die die sich dafür interessieren in welchem Hostel ich war:

Central Hostel, Siem Reap
  • sehr gute Lage ( 10 Minuten zu Fuß zur Pub Street und zum Night Market)
  • eigenes Restaurant mit Bar
  • preislich mit 5€ pro Nacht sehr gut
  • sauber und hygienisch 
  • gute Angebote für Touren und auch Gemeinschaftstouren
  • sehr sehr coole Lobby, die Gleichzeitig als Gemeinschaftsraum dient und es sehr einfach macht Leute kennen zu lernen

You Might Also Like

1 Kommentare

  1. Super coole Bilder! (bis auf die Tiere, ohgott mein Herz)
    Auch mal wieder gut geschrieben, bei dir liest man einfach immer gern!
    Bin sehr gespannt auf den ganzen Rest!

    AntwortenLöschen

Instagram @vincentbrod

Like me on Facebook

Empfohlener Beitrag

London I

Subscribe