Sophie & Matthias

11/14/2016



"Guckt euch gegenseitig an, lacht und habt Spaß - oder tut wenigstens so." So lautete eine meiner ersten Anweisungen an Matthias und Sophie beim Paarshooting am Samstag. Die beiden sind Freunde von mir und ich hatte sie gebeten für "gestylte" Paarfotos vor der Kamera zu posieren. "Gestylte" Fotos deswegen, weil alles aufeinander abgestimmt war. Die Outfits passten zusammen, Sophie wurde von der Visa meines Vertrauens, auch Sophie, geschminkt und Freelensing, Doppelbelichtungen, sowie Wunderkerzen gehörten zum Programm. Und warum das ganze?
Für meine Website brauche ich Beispielbilder von Paaren, weil ich ab nächstem Jahr vermehrt Paarshootings anbieten möchte und vorab potenziellen Kunden zeigen will, was ich so zu bieten habe. Dieses Jahr habe ich ausschließlich gewerbliche Kunden gehabt und möchte mich in Zukunft breiter aufstellen. Trotz des anfänglich tristen und kalten Wetters hat das ganze ziemlich viel Spaß gemacht und auch mit den Ergebnissen bin ich super zufrieden. Weil dieses Shooting nicht nur für Beispielbilder dienen sollte, sondern auch für mich als Übung, um vorzeitig potenzielle Fehler nur ein Mal machen zu müssen, aber auch um Posen und Kompositionen zu finden. Folgende 5 Dinge sind mir im Laufe der Planung und des Shootings aufgefallen:

1. Kleiderordnung 

Bei Bildern mit mehreren Personen, aber auch bei Einzelbildern, spielt die Kleidung eine große Rolle. Manchmal bringt sogar ein hässliches Shirt oder ein Pullover in einer unpassenden Farbe ein schönes Bild zum Kippen. Aber was ist schlimmer als ein farblich unpassender Pullover? Zwei.
Wenn man ein Paar fotografiert und die Farben der Kleidungsstücke nicht harmonieren oder auffällige Prints im Spiel sind, kann das das Bild erheblich verschlechtern. Deswegen ist es sehr wichtig vorher mit den Personen abzumachen, was getragen werden soll und was zu vermeiden ist. Dabei sollte man nur einen groben Rahmen und ein Farbschema vorgeben, damit sich die Kunden immer noch wohl in ihren Klamotten fühlen. Das Paar sollte die Outfits aufeinander abstimmen, aber natürlich nicht im Partnerlook erscheinen. Generell ist, meiner Meinung nach, Partnerlook in den wenigsten Fällen eine gute Wahl.

2. Küssen

Wenn ich früher an Pärchenfotos gedacht habe, musste ich immer an Kussbilder denken. Aber um den Kunden einen Mehrwert und Abwechslung zu bieten, sollte man mehr als nur Speichelaustausch festhalten. Versucht Intimität, Zugehörigkeit, Freude, ein Lächeln oder einen albernen Moment festzuhalten.

3. Bewegung

Um ein ehrliches Bild zweier Leute schaffen zu können, muss man die beiden in Bewegung bringen. Dinge wie Unterhaltungen zwischen den Partnern oder das Entlanglaufen eines Weges bringen Natürlichkeit in die Bewegung, die Mimik und die Gestik. Dabei ist zu beachten, dass viele "spontane" Bilder mehrere Anläufe brauchen, um den perfekten Schuss zu bekommen.

4. Klassiker

Man muss zugeben, dass es Posen gibt, die einfach kitschig und viel benutzt sind, aber trotzdem funktionieren und teilweise durch ihre Albernheit tolle Momente hervorrufen. Dazu gehört das Foto über die Schulter, Stirn an Stirn, Kuss auf die Stirn oder auch ein simpler Blickkontakt zwischen den Partnern. Also keine Angst vor klassischen Posen, jedes Paar macht etwas eigenes daraus und obwohl diese Posen häufig sind, läuft man trotzdem nicht Gefahr irgendjemanden zu kopieren.

5. Inspiration

Grundsätzlich gehe ich nicht ohne Screenshots oder Pinterest Pins zu einem Shooting. Ich mache mir vor dem Shooting grob Gedanken darüber, was ich gerne umsetzen möchte und was auf Bildern gut aussieht.Um das zu visualisieren hilft es, sich auf Pinterest beispielsweise eine Pärchenfotopinnwand zu erstellen oder vorab auf Instagram, Facebook, Tumblr oder Flickr nach Inspiration zu suchen. Dabei geht es nicht um das kopieren von Bildern, sondern darum sich ein Bild davon zu machen, welche Posen und Ausdrücke funktionieren. Mit diesem Moodboard kann man aus einer Vielzahl von Bildern die eigenen Ideen besser ordnen und visualisieren. 



Ich hoffe, dass einige dieser Tipps hilfreich waren und dass euch diese Bilder gefallen. Im nächsten Post möchte ich auch gerne über die Erfahrungen, die ich dieses Jahr gesammelt habe schreiben und von meiner kleinen Reise durch Deutschland erzählen. Bis dahin könnt ihr mir gerne Feedback dalassen! 


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3 Kommentare

  1. ganz ganz wundervolle Bilder. und schön zusammengefasst, wie du bei solche shootings vorgehst bzw was du beachtest.
    alles liebe. Monika

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  2. Die Bilder sind super schön geworden und ich finde es toll, dass du deine Tips mit uns teilst!
    Liebste Grüße, Carlotta :)
    http://sparklingforstars.blogspot.de/

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  3. Die Fotos strahlen soo so viel Emotion aus! wirklich toll :)
    Die Tipps, finde ich auch gut und hilfreich.

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